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Untreue
Auch Fremdgehen oder Bruch der Treue in sexueller Hinsicht. Bei Treue handelt es sich allerdings nur um einen moralischen Anspruch, der längst nicht in allen Kulturen Gültigkeit hat oder hatte. In der abendländischen Kulturen und im Christentum war das Treueprinzip mit sexueller Ausschließlichkeit in einer Partnerschaft jahrhundertelang feste Norm. Untreue wurde lange Zeit auch per Gesetz bestraft und spielte in Deutschland bis zur Reform des Scheidungsrechts (1.7.1977) eine wichtige Rolle. Gemeint ist das sogenannte Schuldprinzip. Mit den sozialen Veränderungen Ende der 60er Jahre wurde sexuelle Untreue immer weniger als Normenverstoß betrachtet. Durch Aids und der damit verbundenen Gefahr einer tödlichen Infektion, gewann der die partnerschaftliche Treue jedoch eine vollig neue Bedeutung. Untreue wird heute nicht mehr verachtet, sondern eher als Ergebnis einer unglücklichen Partnerschaft gesehen.
Urophilie
Bezeichnet den Fachausdruck für Harnfetischismus. Urophile erlangen sexuelle Befriedigung, indem Sie sich gegenseitig mit Urin bespritzen. Manchmal wird auch Kot in die Sexspiele einbezogen. Diese Techniken gelten als pervers. Für Sexualpsychologen sind Urophile in ihrer Sexualentwicklung in einer frühkindlichen Phase stehengeblieben. Urophilie ist sehr selten. Meist bieten Prostituierte diese Sextechniken für die wenigen Kunden an. Sie werben dann oftmals verschlüsselt in Kleinanzeigen mit Hinweisen wie Natursekt- und Kaviarspiele.
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